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Bibliothekarische Stimmen. Independent, täglich.

Aleksei Stakhanov (centre) speaking to a fellow miner. From the Library of Congress

Stachanow-Arbeit ist nichts für Bibliotheken. Wirklich?

Letzte Nacht vor 76 Jahren schaffte der Bergmann Alexej Stachanow in einer Grube im Donezbecken durch optimale Organisation und Aufteilung der Arbeit auf vier bis fünf kollektiv Arbeitende das 14fache der Kohleabbaunorm und entfachte damit die nach ihm benannte Bewegung.gogoexam Bald fanden sich nicht nur in den Bergwerken Nachahmer, sondern auch in Fabriken anderer Branchen bis hin zu Taxifahrern, Friseuren und sogar Ballerinas, die auf die „Stachanow-Art“ arbeiten wollten. Auch online pharmacy Zahnärzte verpflichteten sich, täglich nunmehr über 20 Zähne zu ziehen, statt wie bisher 10, sodass die Prawda schließlich bremste und einige Berufe nannte, in denen Stachanow-Arbeit nicht möglich sei, wie die pädagogischen Berufe und die Bibliotheksarbeit. BibliothekarInnen kamen dennoch mit dem Stachanowismus in Berührung,

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da eines der Privilegien erfolgreicher Stachanowisten die Hauszustellung von Büchern aus den Büchereien war. „Aufsuchende Büchereiarbeit“ ist auch heute nicht unbekannt. Und inzwischen hat die „Stachanow-Arbeit“ – Differenzierungen und Spezialisierungen der Arbeitsprozesse, Steigerung

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des Arbeitstempos – ebenfalls Eingang in den Berufsalltag der BibliothekarInnen gefunden, auch wenn sie nicht so genannt wird. Dass erfolgreiche Stachanowisten, denen ein Hang zu korrekter Kleidung und zu einem tadalafil online gepflegten Äußeren nachgesagt wurde, in anderen Betrieben dazu eingesetzt wurden, den Arbeitsprozess wider die betriebliche Vernunft extrem zu rationalisieren und zu beschleunigen, erinnert daran, dass wohl die meisten buy latisse online pharmacy Bibliothekssysteme auch tadalafil 20mg von korrekt gekleidete Herren in dunklen Anzügen heimgesucht wurden, welche innerbetriebliche Abläufe so zu viagra generic optimieren verstanden, dass canadian pharmacy modafinil ein Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit eintrat: für online viagra die zu „Kunden“ mutierten LeserInnen gab es weniger Service durch Personalschwund und für die BibliothekarInnen mehr Frust und Erschöpfung. Und längst müssen diese sich auch mit den Tücken von „Produktzeit-Zuordnungstabellen“ herumschlagen, in denen jeder Handgriff isoliert und in Zeiteinheiten abgebildet wird. Diese hübsch anzuschauendes Modelle erfreut zwar die online pharmacy tech test Excel-Meister in ihren klimatisierten Räumen, die reale Bibliotheksarbeit findet aber in einem anderen Universum statt. Dieses reale Arbeitsuniversum schlug übrigens nach den wilden Jahren der Stachanow-Rationalisierungen in der Sowjetunion zurück, sildenafil pediatric als sich herausstellte, dass Qualitätsverschlechterungen und Produktionsrückgänge unvermeidliche Begleiterscheinungen http://cialisonline-rxpharmacy.com/ des rationalisierenden Tunnel- oder besser Schachtblicks waren. Und es wurde wieder mehr auf organische Arbeitsprozesse geachtet und das Funktionieren der Produktion in ihrer Gesamtheit statt formale what in liquid viagra Spitzenleistungen und singuläre „Events“ ins Auge gefasst.642-457 Das wär doch was. Geschrieben in der Nacht des Stachanow.

Autor: Wolfgang Kauders

Bibliothekar in den Wiener Büchereien, Personal- und Gewerkschaftsvertreter ebenda und -- alles in Ruhe seit Herbst 2010

2 Kommentare

  1. Es fehlt noch zu erwähnen, dass Stachanow über seine Ehrung zum Alkoholiker wurde. 5-Jahrespläne und Propaganda-Erfolge gibt es allerdings in Bibliotheken auch: dort heissen sie (DFG-)Projekte und weisen auf dem Papier immer einen Erfolg auf, während in der Praxis wenig nachhaltiges von den Ergebnissen ankommt. Die Motivation, vor allem gut zu erscheinen (siehe BIX & Co), gibt es in allen Systemen.

  2. Das persönliche Schicksal Stachanows ist in der Tat tragisch. Nicht nur der erwähnte Alkoholismus, dessen Erscheinungsformen möglicherweise zu Stachanows Verbannung durch Chruschtschow aus Moskau geführt hatten, sondern auch die lebenslange Verknüpfung seines Namens (wobei der Vorname ihm von Stalin verpasst wurde) mit einem Konstrukt, dem er nie wirklich entsprach und entsprechen wollte.
    Und was damals die dank solcher Kampagnen die ideologisch vorangetriebene Umrüstung der Produktion auf die Fließbandarbeit war, sind heute in Bildungswesen u.a. jene Projekte, die „auf dem Papier immer einen Erfolg auf(weisen), während in der Praxis wenig nachhaltiges von den Ergebnissen ankommt“