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Die Sache mit der Suche

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Suchen von Inhalten und Suchmaschinen an sich sind, bei der ständig wachsenden Masse der Informationen, aktuelle Themen. So auch vor kurzem in den Berichten über die neue Suchmaschine horizobu (z.B. bei Nachrichten für öffentliche Bibliotheken NRW, netzwertig).

2011-10-07 Horizobu

Oder im e-learning Blog der Pädagogischen Hochschule Thurgau, wo über ixquick berichtet wurde, einer Suchmaschine, welche im Gegensatz zu vielen anderen Suchmaschinen keine IP-Adresse des Benutzers speichert.

In meinem Hinterkopf ist auch noch der Artikel “Google, Du weißt es nicht besser!“ von Christian Hauschke in der Infobib, in dem es um die zu intelligente Intelligenz von Google ging. Auch mir geht es häufig so, dass ich mir einen Knopf wünsche, der die Autokorrektur abstellt. Dies und auch noch einige andere Dinge – so habe ich manchmal das Gefühl, dass diverse Suchoperatoren nicht funktionieren – lassen mich schon eine Weile nach Alternativen Ausschau halten.

Eine richtig zufriedenstellende Maschine ist mir dabei leider noch nicht untergekommen. Will ich vielleicht sogar das Unmöglich: Optionen zur Verfeinerung (Beschränken auf Zeit- und Sprachräume, Inhaltstypen) jedoch zusätzlich die exakte Abfragemöglichkeit, am besten mit einer Art Regular Expressions. Vielleicht sollte ich mal etwas wie YaCy (via) ausprobieren – wäre da nicht die Sache mit der Zeit ;).

Also weiter auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.

Einige Projekte sind es definitiv Wert, dass ihnen mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird. Konzeptuell klasse, fehlt mir bei manchen Diensten einfach nur noch die Masse an Teilnehmern, die sie zusätzlich aufwerten.

2011-10-07 blekko

Blekko ist ein solcher Suchservice. Mit Hilfe von Befehlen, sogenannten “slashtags”, wird die Suche verfeinert. Diese bestehen sowohl aus systemeigenen (sortieren nach “/relevance” oder “/date”, suchen nach “/images” oder “/videos”) als auch aus vom Nutzer erstellten slashtags. Mit diesen kann die Suche auf ein Bündel von definierten Seiten beschränkt werden, was die Qualität der Ergebnisse bezüglich ihrer Verlässlichkeit erhöht. Auf der anderen Seiten wird der Effekt der “Filter-Blase” verstärkt.

Häufiger lande ich bei Metasuchmaschinen wie MetaGer oder MetaCrawler. Bei ersterer freue ich mich über die Möglichkeit, die Gewichtung der gelieferten Ergebnisse zu Gunsten von Wissenschaft zu verändern. Und auch MetaGer mag Datenschutz und speichert keine IP-Adressen oder setzt Cookies. Mehr davon bitte! :o) Letzteres gilt übrigens auch für die Weiterentwicklung Metager².

Unabhängig von dem alltäglichen “Suchgeschäft” kann ich mich immer wieder begeistern für die etwas anderen “Suchmaschinen” bzw. Spezialsuchmaschinen. Zum Beispiel solche, deren Ziel es ist, Zusammenhänge darzustellen oder visuell aufzubereiten. EyePlorer ist eine solche.

EyePlorer - Suche nach Steve Jobs 2011-10-07 EyePlorer - Vergangenheit

Nach Steve Jobs (Ruhe er in Frieden :ó( ) gesucht, lebt sie jedoch in Ihrer Darstellung noch in der Zeit von vor drei Tagen.

Einer meiner absoluten Favoriten ist WolframAlpha. Aufgebaut auf Mathematica liegt dessen Stärke in der Darstellung von mathematisch-naturwissenschaftlichen Informationen. Der Rahmen, in dem WolframAlpha Inhalte zusammenfast, darstellt und berechnet ist jedoch seit dem Beginn des Dienstes um einiges gewachsen. Ein Blick auf die Beispiele sind sehr lohnenswert.

2011-10-07 Wolfram Alpha 2011-10-07 - Wolfram Alpha 2

Benutzt ihr andere Suchmaschinen? Habt ihr Favoriten?

3 Kommentare

  1. Den Versuch mit YaCy zu wagen lohnt sich definitiv. Man kann YaCy auch für die Suche in Open-Access-Repositories verwenden. Siehe:

    http://infobib.de/blog/2009/09/24/dezentrale-oaister-alternative-mit-yacy/
    http://infobib.de/blog/2010/05/04/yacy-als-open-access-suchmaschine/
    http://oai.yacy.net/

    Es lohnt sich aber auch schon für den Aha-Effekt, wenn sich der Index aufbaut, wenn man YaCy beim Crawlen zuguckt! Da wird wirklich sichtbar, was eine Suchmaschine eigentlich macht.

    • Huch, da hab ich den Kommentar heute Morgen gar nicht abgesendet ^-^“. Vielen Dank für die weiteren Links mit den Infos. Ein weiteres Projekt für die „Ausprobieren“-Liste :)

  2. Als ich für mich das Internet entdeckte, also schon ein paar Jährchen her, waren meine Favoriten Northern Light, Hotbot und Google – ja, damals kam man mit „I’m feeling lucky“ tatsächlich noch auf eine sehr gute Seite ;-) Northern Light sortierte die Treffer in verschiedene Folder ein, z.B. Treffer zu „Bank“ in Ordner „Sitzgelegenheit“ und Ordner „Finanzen“ (erfundenes Beispiel). Mittlerweile hat sich Northern Light auf unternehmensinterne Suchen spezialisiert und bietet keine öffentliche Suchmaschine mehr an, HotBot wurde immer schlechter, existiert aber anscheinend noch (ich musste selbst nachschauen. Ergebnisse anscheinend von Yahoo!) und bei Google hat die Treffersortierung auch nicht gerade gewonnen, finde ich. Meistens suche ich trotzdem über Google (und wirklich gerne über Google Scholar).

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