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Medien- und Informationskompetenz up-to-date

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Ein Blick auf amerikanische Aktivitäten im Bereich „Media Literacy“ kann sich auch für an Informationskompetenz Interessierte in deutschen Bibliotheken lohnen! Gerade wurde ich auf ein Praxis-Workbook mit dem Titel „Our Space: Being a Responsible Citizen of the Digital World“ aufmerksam, das unter einer CC-Lizenz angeboten wird. Es enthält eine Fülle von Material um Themenkreise modern verstandener Medien- und Informationskompetenz:

  • Beteiligung und Mitverantwortlichkeit (Participation)
  • Persönlichkeit und Individualität (Identity)
  • Privatsphäre und Datenschutz (Privacy)
  • Glaubwürdigkeit (Credibility)
  • Urheberschaft und Eigentumsrecht (Authorship and Ownership)

Mitbeteiligt an diesem Projekt ist unter anderem der amerikanische Medienpädagoge Henry Jenkins, der seit 2006 eine Reihe von „new media literacies“ beschrieben hat, die zu einer bewussten Informationskultur gehören. Das Buch dazu von Henry Jenkins, Confronting the challenges of participatory culture. Media education for the 21st century (Cambridge, Mass.: MIT Press 2009), ist auch im Rahmen einer CC-Lizenz verfügbar.

Ob diese primär für amerikanische High-School-Studierende gedachten Fallbeispiele des „Casebooks“ auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind, wäre zu untersuchen. Anregungen, Medien- und Informationskompetenz anders zu denken und zu fördern, sind hier allemal zu finden.

Die Inflation von Literacy-Begriffen (und vielleicht auch Kompetenzbegriffen) wäre übrigens vermeidbar, wenn man mit Ruben Toledano O’Farrill „literacy“ definiert als „engaging with information in all of its modalities“. (Quelle: O’Farrill, Ruben Toledano: Information literacy and knowledge management. Preparations for an arranged marriage. In: Libri 58 (2008) S. 155-171, S. 167.) Dann könnte man vielleicht auch auf die Begriffe „information literacy“ und „media literacy“ verzichten?! 8-)

Aufmerksam wurde ich auch das oben beschriebene Werk durch einen Beitrag im Informations Literacy Weblog von Sheila Webber. Auf die Arbeiten von Henry Jenkins hat mich Wolfgang Ruge, Masters-Absolvent der Medienbildung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, den ich bei Bibcamps kennengelernt habe, hingewiesen.

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