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Comics in und über Bibliotheken

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Draußen sieht es mit Schnee ja noch eher mau aus. In der deutschen Webcomic-Szene ist gerade die diesjährige Schneeballschlacht angelaufen. Und weil es gerade so schön passt, greife ich Dörte Böhners Frage nach bibliothekarischen Webcomics auf und lasse mich davon inspirieren.

Im weitesten Sinne folgt nach der Sprachkunst im Plan3t, die Katrin Kropf und Karsten Schuld beschrieben, jetzt die bildliche Darstellung. Webcomics über Bibliotheken, Comics in Bibliotheken, Comics als Werbemittel oder Schulungsmaterial für und in Bibliotheken.

Gale sucht so nach dem nächsten Bibliotheks-Superhelden [via]. Oder wie wäre es, wenn Gebote und Verbote zum besseren Aufmerksamkeitsfang in Comic-Form vertrieben würden. Edlef Stabenau verweist im Netbib Weblog auf den Zombie Guide der Miller Library, eine solche Bibliothekseinführung. Sehr schick finde ich das QR-Code Tutorial „QR Codes at-a-glance“ von Gwyneth Anne Bronwynne Jones aka. The Daring Librarian [via].

Wieso Comics in Bibliotheken gar keine so schlechte Idee sind kann vielleicht der TEDx Vortrag von Carol Tilley näher bringen [via]. Und die Perspektive auf einen Ist-Zustand liefert der Blog „DC Women Kicking Ass“ im Beitrag „Superheroes at your library“ [via].
Mehr zum Thema Comics in (deutschen) Bibliotheken, könnt ihr in Jakob Voß‘ Weblog unter anderem im Artikel „Comics in Bibliotheken – ohne Social Cataloging?“ nachlesen. Und vertiefende Informationen finden sich in der Masterarbeit von Matthias Harbeck, „Das Massenmedium Comic als Marginalbestand im deutschen Bibliothekssystem?„.

Und um auf Dörtes Frage zurück zu kommen: Welche bibliothekarischen Webcomics gibt es so?

Im deutschen Raum:

  • bibcomic – aus dem Leben des Bibliotheksdirektors B.D.

Englischsprachige Webcomics zum Thema:

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst zu Zeichnen und dafür ein bisschen Hilfe haben mag, der kann ja  beim Aicomic Online-Zeichenkurs vorbeischauen. Das für einen gelungenen Comic sogar Strichmännchen genügen, beweist seit Jahren xkcd, also nur Mut :).

xkcd - Librarians (CC by-nc 2.5)

5 Kommentare

  1. Herzlichen Dank, Melanie. Jetzt kann ich garantiert für die nächsten Bibliotheks-Infos (aktuelle Ausgabe) der UB der Helmut-Schmidt-Universität Stoff liefern. :D

  2. Hat eigentlich mal jemand einen dieser ganzen amerikanischen Ratgeber für Comics in Bibliotheken gelesen, z.B. den von Robert G. Weiner herausgegebenen Sammelband? Mich würde mal interessieren, was diese Werke taugen und ob sie auch für hiesige Bibliotheken nützlich sein könnten.

  3. was mir mittlerweile auch noch eingefallen ist (allerdings nicht online, sondern in Buchform): Rex Libris – http://www.jtillustration.com/rex/. „Wearing his distinctive, super-thick bottle glasses and armed with an arsenal of powerful weapons, he strikes fear into recalcitrant borrowers, and can take on virtually any foe, from loitering zombies to fleeing alien warlords who refuse to pay their late fees“ :-)

  4. Da wir uns anscheinend immer mehr von den ursprünglichen Fragestellungen weg- und zum freien Assoziieren hinbewegen, möchte ich noch den Print-Comic „L’archiviste“ von Schuiten und Peeters erwähnen.

  5. Es gibt sogar eine Fortbildung zum Thema „Graphic Novels und Comics im Bestand Öffentlicher Bibliotheken“ (warum eigentlich nur ÖB?), s. http://www.bibfin.de

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