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Bibliothekarische Stimmen. Independent, täglich.

8. April 2016
von Clemens Radl
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Johannes Chrysostomus, De compunctione cordis

Die Schrift De compunctione cordis des Johannes Chrysostomus (Wikipedia, GND) ist nach wie vor zu benutzen nach dem Druck in Wilhelm Schmitz, Monumenta Tachygraphica Codicis Parisiensis Latini 2718, Bd. 2: Sancti Johannis Chrysostomi de cordis conpunctione libros II latine versos … Weiterlesen

9. Dezember 2015
von Clemens Radl
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Capitularia – Edition der fränkischen Herrschererlasse

Die Projekthomepage des Kapitularienprojekts ist online: http://capitularia.uni-koeln.de/. Aus der Ankündigungsmail von Projektleiter Karl Ubl (Köln): Das Projekt „Edition der fränkischen Herrschererlasse“ erarbeitet eine kritische Edition der Kapitularien im Rahmen der MGH. Wir verfolgen dabei einen neuartigen Ansatz, indem wir die … Weiterlesen

4. Juni 2014
von Clemens Radl
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Stipendien für in- und ausländische Nachwuchswissenschaftler/innen bei den Monumenta…

Die Monumenta Germaniae Historica in München bieten Doktoranden und Post-Doktoranden, die an einer Edition oder einer überlieferungsgeschichtlichen Studie aus dem Bereich der mittelalterlichen Geschichte (nicht der Landesgeschichte) arbeiten, die Möglichkeit, für einen Monat oder zwei Monate im Münchner Institut zu forschen.

Details der Ausschreibung hier.

Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte unter Angabe der von Ihnen bevorzugten Stipendienmonate in elektronischer Form bis zum 31.07.2014 an:
Prof. Dr. Martina Hartmann (martina.hartmann@mgh.de)

14. November 2013
von Clemens Radl
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Internationale Konferenz: „The Templars, their Sources and their Competitors…

24. bis 27. Februar 2014, Internationales Begegnungszentrum (IBZ) München

700 Jahre nach der Aufhebung des Templerordens und der Hinrichtung des letzten Großmeisters Jacques de Molay herrscht kein Mangel an Publikationen zu diesem wichtigen geistlichen Ritterorden. Der populäre Mythos der Templer droht zwar in der medialen Aufmerksamkeit die Ergebnisse wissenschaftlicher Befassung mit dem Thema vollkommen zu verdrängen; gleichwohl lässt sich in den vergangenen Jahren auch eine deutliche Intensivierung ‚seriöser’ Forschung konstatieren.

Die Erschließung der Quellen macht vor allem hinsichtlich der Akten des Templerprozesses 1307-12 Fortschritte. Andere einschlägige Quellen aber harren noch genauerer Untersuchung; darunter befndet sich – was gerade angesichts des öffentlichen Interesses an den Templern erstaunlich anmutet – der Großteil der Urkunden für mehr als eineinhalb Jahrhunderte der Ordensgeschichte.

Die internationale Konferenz soll daher Gelegenheit bieten, den wissenschaftlichen Ertrag der neueren Forschung zu den Templern im Vergleich zu den anderen Ritterorden kritisch zu würdigen. Dabei sind besonders offene Fragen und Desiderata hinsichtlich der Quellenerschließung herauszuarbeiten und zu diskutieren.

Anmeldung:

Bis 1. Februar 2014 an: karl.borchardt@mgh.de

Die Konferenz wird gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München veranstaltet.

Sie wird unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Münchner Universitätsgesellschaft".

Programm und weitere Informationen (PDF)

http://www.mgh.de/templer

Plakat

15. Oktober 2013
von Clemens Radl
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Stipendien für ausländische Nachwuchswissenschaftler bei den Monumenta Germaniae…

Die Monumenta Germaniae Historica in München bieten ausländischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die eine Arbeit zur mittelalterlichen Geschichte anfertigen (ca. 500-1500, rein landesgeschichtliche Themen sind ausgeschlossen), die Möglichkeit, für einen Zeitraum von einem bis zu maximal drei Monaten im Institut in München zu arbeiten.

Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2013

Näheres: http://www.mgh.de/home/aktuelles/newsdetails/stipendien-fuer-auslaendische-nachwuchswissenschaftler/51007a7fad/

31. Juli 2013
von Clemens Radl
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Lot/Lauer: Diplomata Karolinorum

Neuzugang im Virtuellen Lesesaal der MGH: Das große Tafelwerk von Lot/Lauer mit Abbildungen der karolingischen Herrscherurkunden liegt komplett erschlossen und digitalisiert in hochauflösenden Bildern vor.

In den Jahren zwischen 1936 und 1949 veröffentlichten Ferdinand Lot und Philippe Lauer (teilweise unter Mitarbeit von Georges Tessier) ein umfangreiches Tafelwerk mit Abbildungen der in französischen Archiven und Bibliotheken erhaltenen Urkunden der karolingischen Herrscher (Diplomata Karolinorum. Recueil de reproductions en fac-similé des actes originaux des souverains carolingiens conservés dans les archives et bibliothèques de France).

Das monumentale Werk, das in seiner Gänze auch heute noch nicht überholt ist und sowohl für die Forschung als auch für den akademischen Unterricht wertvolle Dienste leistet, ist nur in wenigen Spezialbibliotheken vollständig vorhanden. Nunmehr liegen erstmals die Tafeln in hochauflösenden Scans mit komfortabler Zoom- und Blätterfunktionalität sowie die Inhaltsverzeichnisse im Volltext auf den Seiten des Virtuellen Lesesaals der MGH-Bibliothek vor.

Zur Überblicksseite der Diplomata Karolinorum.

Eine wechselseitige Verlinkung des Angebots mit den digitalen MGH und dem Abbildungsverzeichnis der europäischen Kaiser- und Königsurkunden (Irmgard Fees) sind in Arbeit.

9. Juli 2013
von Clemens Radl
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Symposion Concilia 5

Nachdem mit dem Erscheinen von MGH Concilia 5 die letzte große Lücke im Konzilien-Projekt der MGH geschlossen ist, bietet es sich an, einen umfassenden Blick auf die konziliare Gesetzgebung der Karolingerzeit zu wagen: Hierzu laden die MGH am Freitag, 19. Juli 2013, 14:30 in den Lesesaal der MGH zu einem Symposion.

Es werden die drei Editoren des Concilia-5-Bandes vortragen (Wilfried Hartmann, Isolde Schröder und Gerhard Schmitz) sowie Philippe Depreux und Karl Ubl (beide ausgewiesene Kenner der Karolingerzeit und Bearbeiter der Kapitulariengesetzgebung ab 814).

Das vollständige Programm gibt es als PDF unter: http://www.mgh.de/fileadmin/Downloads/pdf/concilia_5_symposion.pdf

Verwiesen sei auch noch auf die Einladung auf der MGH-Webseite.

Anmeldung bitte möglichst bis 12. Juli 2013 unter sekretariat@mgh.de

20. Juni 2013
von Clemens Radl
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Mein Twitterleben (@rotula)

Da ich derzeit kein eigenes Blog betreibe (meines liegt seit Jahren brach) und ansonsten am ehesten noch bei Archivalia was schreibe und ich das Stöckchen von Klaus Graf erhalten habe, nehme ich mir die Freiheit heraus, auch hier zu antworten:

1.) Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat und/ oder beruflich?

@rotula

Twitter nutze ich derzeit hauptsächlich beruflich, um auf Neuigkeiten aus dem weiteren MGH-Umfeld hinzuweisen.

2.) Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

Am ehesten zu Themen der mittelalterlichen Geschichte, dann zu EDV-Themen, Fußball, noch seltener Politisches.

3.) Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Schwer zu sagen, weil das immer situationsabhängig ist. So, wie ich ab und zu im Laufe des Tages Nachrichten-Seiten aufrufe, gucke ich auch bei Twitter rein. Bei interessanten Großereignissen (Fußball) schaue ich auch gezielt rein. In der Summe würde ich sagen ein, zwei Stunden pro Woche. (Wobei da natürlich nicht die Zeit mitgerechnet ist, die ich beim Lesen von Texten verbringe, auf die ich durch Twitter gestoßen bin.)

4.) Auf welchen weiteren Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

Sehr selten bei Google Plus, ansonsten noch sporadische Blog-Einträge hier bei Archivalia, bei Ordensgeschichte bin ich als Autor registriert, aber habe noch keinen Beitrag geschrieben.

5.) Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Es ist derzeit fast der einzige Social-Media-Kanal, auf dem ich unterwegs bin, ansonsten nur vereinzelt Posts bei Archivalia und bei Google Plus.

6.) Organisierst Du Tweetups bzw. nimmst Du daran teil?

Nein.

7.) Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Teilweise oben schon beantwortet: Als beruflichen Kanal für Informationen aus dem Bereich mittelalterliche Geschichte und EDV. Ansonsten vor allem aber lesend, um über Neuigkeiten, Interessantes und Witziges auf dem laufenden zu bleiben. Hat für mich einen ähnlichen Stellenwert wie die Internetseite eines Nachrichtenmagazins.

8.) Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

Eine Zwei. An sich passt ja alles, aber gewisse Abstriche vielleicht manchmal bei technischen Schnittstellen (Stichwort RSS-Abschaltung, obwohl ich selbst das nie genutzt habe).

9.) Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Ich benutze die Twitter-Webseite, früher manchmal bei größeren Themen, die ich live verfolgen wollte, auch Twitterfall; auf dem Handy die Android Twitter-App.

Weiterreichen will ich das Stöckchen an

https://twitter.com/karolinedoering

und

https://twitter.com/MariaRottler

(falls beide es noch nicht hatten, ich verliere da schnell den Überblick).

24. Januar 2013
von Clemens Radl
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Pseudoisidor. Wegweiser zu Online-Ressourcen

Am 23. Februar 2013 jährt sich zum dritten Mal der viel zu frühe Tod von Klaus Zechiel-Eckes (kurzer Nachruf mit Foto).

Auch aus diesem Anlass findet am 22./23. Februar 2013 in Köln, wo Zechiel-Eckes zuletzt lehrte und forschte, ein Workshop zu neueren Pseudoisidor-Forschungen statt: Fälschung als Mittel der Politik? Pseudoisidor im Licht der neuen Forschung.

Wer sich zur Vorbereitung (oder einfach so) einlesen will, findet online die wichtigsten Quellen und zentrale Literatur. Hier ein paar Hinweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Zechiel-Eckes gelang es, zwei Arbeitshandschriften aus Corbie, an denen sich noch Benutzungsspuren der Fälscher nachweisen lassen, ausfindig zu machen. Damit rückte die Person des Paschasius Radbertus, des Abtes von Corbie, in die erste Reihe der Verdächtigen, Urheber dieses groß angelegten Fälschungsvorhabens zu sein, über dessen Hintermänner und Intention die Forschung auch heute noch rätselt.

Die beiden Aufsätze, in denen über diesen aufsehenerregenden Fund berichtet wird, sind online zugänglich:

Klaus Zechiel-Eckes, Zwei Arbeitshandschriften Pseudoisidors. (Codd. St. petersburg F. V. I. 11 und Paris lat. 11611), in: Francia 27 (2000) S. 205–210 bei Francia-Online

und:

Klaus Zechiel-Eckes, Ein Blick in Pseudoisidors Werkstatt. Studien zum Entstehungsprozess der falschen Dekretalen. Mit einem exemplarischen editorischen Anhang (Pseudo-Julius an die orientalischen Bischöfe, JK +196), in: Francia 28 (2001) S. 37–90 bei Francia-Online (vgl. hierzu auch die Rezension im DA 60 (2004) S. 281 von Rudolf Pokorny).

In seinem Beitrag zu dem Tübinger Fälschungskolloquium zu Ehren von Horst Fuhrmann hat Zechiel-Eckes seinen Verdacht erhärtet und weiter dargelegt, weshalb er glaubt, mit Paschasius Radbertus den wahrscheinlichen Urheber der Fälschungen enttarnt zu haben:

Klaus Zechiel-Eckes, Auf Pseudoisidors Spur, oder: Versuch, einen dichten Schleier zu lüften, in: Fortschritt durch Fälschungen? Hg. von Wilfried Hartmann und Gerhard Schmitz (2002) S. 1–28 PDF.

Auch allgemeinere Informationen zu Pseudoisidor finden sich im Netz:

Lotte Kéry, Canonical collections of the early Middle Ages (ca. 400–1140). A bibliographical guide to the manuscripts and literature (1999) S. 100–114 steht bei Google Books als Ausschnitt zur Verfügung.

Es gibt eine englische Übersetzung des Vorworts.

Bis Ende 2011 führte Eric Knibbs sein Weblog Reading Pseudo-Isidore, in dem er in die Hintergründe der Überlieferung einführt, neuere Forschungsansätze diskutiert und verschiedene Pseudoisidor-Passagen einer ausführlichen Lektüre unterzieht. Am besten liest man zum Einstieg die im Blog am rechten Rand verlinkten fünf Einleitungs-Artikel mit einem Supplement-Text.

Vom kritischen Textbestand her am besten ist heutzutage vermutlich die Webseite von Karl Georg Schon. Wem das zu sehr Baustelle und noch zu provisorisch ist, der kann online auch auf einige der gedruckten Pseudoisidor-Ausgaben zugreifen. Leider konnte ich von der Erstausgabe Jacques Merlin, Tomus primus quatuor conciliorum generalium, Quadraginta septem conciliorum provincialium authenticorum, ... (Paris 1524) keine Online-Fassung finden, wohl aber von späteren Auflagen (z. B. Köln 1530). Im Grunde verwendet man die Merlin-Ausgabe ohnehin über den Nachdruck bei Migne, PL 130, den es gleich mehrfach im Netz gibt. Ansonsten greift man standardmäßig auch noch zu der bislang maßgeblichen Ausgabe von Paul Hinschius, Decretales Pseudo-Isidorianae et Capitula Angilramni (1863).

Materialien zu den pseudoisidorischen Fälschungen finden sich auch auf den Seiten zu Benedictus Levita, darunter auch der noch immer einschlägige Artikel von Emil Seckel: „Pseudoisidor“, Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche3 16 (1905) S. 265–307, sowie eine Transkription der Collectio Hispana Gallica Augustodunensis, die in enger Verwandtschaft zu den Konzilstexten Pseudoisidors steht, sowie natürlich die maßgeblichen Texte der Falschen Kapitularien des Benedictus Levita, die ebenso dem Komplex der pseudoisidorischen Fälschungen zugerechnet werden.

Als Referenz noch der Hinweis auf Isidorus, pseudo, Decretales bei den Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters.

Digitalisierte Handschriften

Von den über 80 Handschriften, die zumindest Auszüge aus den falschen Dekretalen enthalten, konnte ich auf die Schnelle wenigstens ein paar online finden:

Albi, Bibl. municipale, Ms. 30

Bamberg, Staatsbibliothek, Msc. can. 4

Köln, Dombibliothek, 113

Köln, Dombibliothek, 114

New Haven, Yale University, Beinecke Library 442

Sankt Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 670

7. Januar 2013
von Clemens Radl
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Bayern und die Monumenta Germaniae Historica

Die Monumanta Germaniae Historica (MGH) haben zwar erst seit Ende des Zweiten Weltkrieges ihren Sitz in Bayern, dennoch sind sie seit Anbeginn mit der bayerischen Geschichte verbunden. Die Ausstellung Bayern und die Monumenta Germaniae Historica und d...